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Reinigung und Pflege

 

Wand- und Bodenfliesen sind sehr pflegeleicht und schnell zu reinigen. Dennoch sollten Sie einige Dinge beachten: Die Oberfläche eines keramischen Belags besteht aus Fliesen und Fugen. Beide müssen gepflegt werden. Schon eine kleine Menge an Reinigungsmitteln (Schmierseife, Spülmittel, Neutralreiniger) genügt, um Fliesen sauber zu bekommen. Bitte verwenden Sie keinesfalls kratzende Scheuermittel, die insbesondere Glasuren von Wandfliesen dauerhaft beschädigen können. Bitte verwenden Sie für die Unterhaltsreinigung auch keine sauren Reiniger, da diese die Fugen beschädigen können.

 

Scharfe Säuren, welche z.B. in Zementschleierentfernen enthalten sind, müssen insbesondere auf eventuell vorhandenen Dekoren und Bordüren vermieden werden, da sonst Lüster und Metalleffekte angegriffen oder sogar ganz entfernt werden!

 

Pflegeprobleme?

Sollten Sie dennoch einmal mit außergewöhnlichen Reinigungs- oder Pflegeproblemen an Wand- oder Bodenfliesen konfrontiert werden, fragen Sie uns nach Rat. Wir helfen Ihnen gerne.

 

Naturstein

Haltbarkeit und lange technische Lebensdauer sind Schlüsselbegriffe für die Nachhaltigkeit des Bauens mit Naturstein: Wand oder Bodenbeläge aus Naturstein müssen auch bei einer generationenübergreifenden Nutzung von ca. 30 Jahren nicht erneuert werden. Dies führt im Übrigen - trotz höherer Investitionskosten – zu niedrigen und häufig niedrigsten Lebenszykluskosten.

 

Die Verschmutzungsempfindlichkeit wird wesentlich von der Oberflächenbeschaffenheit (poliert, geschliffen, geflammt, oder gestrahlte Oberflächenbearbeitung) und der Porigkeit des Naturwerksteins beeinflusst. Natursteine sollten grundsätzlich nicht mit aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden. Wenn möglich sollten Sie Natursteine nur mit reinem Wasser reinigen. Die Wassermenge und die Dosierung von Reinigungs- und Pflegemitteln sind auf das Notwendigste zu reduzieren. Stärkere Verschmutzungen sollten kleinflächig mit Bürsten und einem ph-neutralen Reinigungsmittel entfernt werden. Wenn wirklich einmal „Problemverschmutzungen“ vorhanden sind, ist es am günstigsten, wenn man zunächst einmal feststellt, um welche Art von Verschmutzung es sich handelt und sucht dann anschließend einen Spezialreiniger, den die chemische Industrie mit einer Vielzahl von Mitteln zur Verfügung stellt.

 

Manchmal kann es sinnvoll sein, die Naturstein-Oberfläche gegen eindringen von Flecken mit einem Imprägnierungsmittel zu schützen. Diese Imprägnierungsmittel empfehle ich jedoch nur sehr selten anzuwenden oder nur als Grundschutz aufzutragen (Silikon oder siloxanhaltige Mittel). Der Stein muss offenporig bleiben und die Wasserdampfdurchlässigkeit darf nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Diese Mittel haben in der Regel eine gute Haltbarkeit, da sie keinem mechanischen Verschleiß ausgesetzt sind. Also am besten nur Wasser und ggf. eine ph-neutrale Seife zum Putzen verwenden. Denn: Naturstein wird – wenn man ihn in Ruhe lässt und nicht ständig mit Bürsten und Reinigungsmitteln traktiert – im Alter immer noch schöner. Er patiniert auch nach einer langen Nutzungsdauer geradezu in Würde.

 

Ausgewaschene Fugen im Duschbereich

Immer häufiger kommt es vor, dass Bauherren nach relativ kurzer Zeit (2-4 Jahre) ausgewaschene Fugen beanstanden, obwohl die eingesetzten Fugenmörtel in den letzten Jahren immer hochwertiger wurden.

 

Schadensbild:

Ausgewaschene Lagerfugen (horizontal) bis zu 2 oder 3 mm. Je nach Alter sogar noch mehr, die Stellfugen (vertikal) sind nur geringfügig angegriffen.

 

Verursacher der Schäden:

Wenn man sich im Bad umsieht, und die verwendeten Badreiniger sieht, liegt die Erklärung schnell auf der Hand. Fast alle Badreiniger, die heute das Reinigen der Fliesen so bequem und einfach machen und Verschmutzungen wie Seifenrückstände und vor allem Kalkablagerungen „ohne Nachwischen“ verhindern bzw. entfernen, wirken auf stark saurer Basis. Am häufigsten finden wir hier Zitronensäure und Essigsäure.

 

Schadensursache:

Die oben angesprochenen Reiniger lösen zuverlässig Kalkrückstände auf. Bei intensiveren Kalkablagerungen ist ein mehrmaliger Auftrag erforderlich. Doch bei derartigen Reinigern handelt e sich schlichtweg um zementaggressive Reiniger. Dies bedeutet, dass nicht nur wie gewollt Kalkrückstände auf dem Keramikbelag und den Sanitärarmarturen entfernt werden, sondern gleichzeitig auch ein ständiger Angriff auf die Zementmatrix der hydraulisch erhärtenden Fugen gegeben ist. Dies wiederum hat zur Folge, dass sukzessive die Füllstoffe der zementären Verfugung (Quarzsande, Quarzmehle) bei farbigen Fugen auch die Farbpigmente freigelegt werden und durch das Abstrahlen mit der Dusche weggespült werden. Die Zementverfugung wird also chemisch abgebaut.

 

Warum primär die Lagerfugen angegriffen werden, liegt daran, dass hier eine längere Verweildauer der Reiniger gegeben ist. Bei vertikalen Fugen fließt der Reiniger schneller ab und hat damit eine wesentlich kürzere Einwirkzeit. Sieht man sich nun die Anwendungsinformation auf der Rückseite der Badreiniger an, findet man im Regelfall für den Laien versteckte Warnhinweise wie: „Reinigt gründlich und schonend Armaturen, Fliesen, Kacheln Duschen aus säurefesten Oberflächen“. Korrekterweise wird auch eingeschränkt: „Nicht anwenden auf Marmor oder sonstigen Kalksteinflächen“. Hier liegt aber nun das Problem. Es wird scheinbar völlig vergessen, dass ein Fliesenbelag nicht ohne Verfugung auszuführen ist und diese Verfugung im Privatbereich nie aus säurefesten Epoxidharzmörteln ausgeführt wird. Das liegt daran, dass Epoxidharzfugen sehr zeitaufwendig in der Verarbeitung und sehr hoch im Materialpreis liegen, und damit meist teurer als der Materialpreis der Fliesen selber sind. Außerdem gibt es die Fugenmörtel nur in Weiß und Grautönen.

 

Aber wie sollen den nun die Fliesen gereinigt werden?

Am besten benutzen Sie einfach einen Neutralreiniger (ist natürlich etwas mehr Arbeit): So kann Ihren Fugen nichts geschehen. Ich möchte aber auch die Badreiniger nicht völlig verteufeln. Sie machen nun mal gut sauber und wir benutzen auch einen im eigenen Bad, aber bitte nur zusätzlich zum Neutralreiniger, nicht zu häufig, mit kurzer Einwirkzeit und gründlichem Nachspülen. So werden Sie keine Probleme mit Ihren Fugen bekommen.

 

Silikonfugen reinigen und pflegen Das Hauptproblem bei Silikonfugen, über das ich Ihnen hier etwas schreiben möchte, ist der Schimmelbefall. Silikonfugen, die heute nun mal notwendig geworden sind und auf die eigentlich nicht mehr verzichten werden kann, wenn man Schäden durch Spannungen oder Feuchtigkeit nicht riskieren möchte, sind ein relativ guter Nährboden für Schimmelpilze. Auch antifungizid eingestellte Silikone bieten keinen anhaltenden Schutz. Man kann aber Maßnahmen treffen um ein Schimmelbefall zu vermeiden oder zumindest deutlich zu verzögen.

 

  • Silikonfugen nach dem Baden oder Duschen nochmals kurz abspülen, um Seifenreste, die ebenfalls ein idealer Nährboden für Pilze sind, zu entfernen.
  • Die Silikonfuge mit einem Tuch trocken reiben.
  • Duschabtrennung geöffnet lassen und für Luftzirkulation sorgen.
  • Silikonfugen regelmäßig mit einem nicht säurehaltigen Reiniger gründlich abreiben, nachspülen und trocken reiben.

 

Der Aufwand lohnt sich: Keine Kosten für die Erneuerung der Fugen, immer schöne saubere Fugen und vor allem keine Gesundheitsschädlichen Schimmel-Sporen. Wenn Silikonfugen mit Schimmel befallen sind, kann man sie nur noch vollständig erneuern.

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